THIS IS HISTORY

13.05.05 Tonetraeger & Blue Elephant - FFT / Düsseldorf
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21.04.05 Düsseldorf - Johanniskirche - Pyrolator Benefitkonzert
Mapstation trifft Hauschka trifft
The Bad Examples trifft A Certain Frank trifft
Swimmingpool trifft Pyrolator trifft Tonetraeger
trifft Antonelli Electr....
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24.02.05 Düsseldorf - Johanniskirche - Nachtclub
TONETRAEGER (live) /// September Collective (Morgenstern/Wirkus/Schneider)
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22.01.05 Köln - Stylepark in Resistance
THE MODERNIST (live) /// TONETRAEGER (live) /// TOBIAS THOMAS /// CHRISTIAN S. /// BORIS BONTEMPI (live) /// ANIMA & VERONIKA /// MARIO LOMBARDO & TANJA PAROVIC (Visuals)
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14.01.05 Abstrakt im Raum - Consum, Düsseldorf
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13.11. 2004 | 13.00h | tonetraeger | live set | TENT-RECORD-STORE Duesseldorf
Volker Bertelmann (Hauschka, Music A.M.) und Torsten Mauss (twig) liefern mit 'This Is Not Here' (tonetraeger.de/release.htm) eins der Indietronic-Highlights dieses Jahres ab. Elegante Electronic mit beherztem mehrstimmigen Gesang und butterweichen Gitarrenriffs lassen erahnen wie der Soundtrack zur sexuellen Revolution im Jahre 2004 geklungen hätte - but: this is not here. Im tent record store arrangieren die zwei Träger ihre Songs rund um Tasten, Saiten und Kehlen.

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30.10.2004 21.00 Uhr Halle

ELECTRONIC NIGHT ZAKK, Düsseldorf

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26.06.04 Traumzeit Festival, Duisburg
TONETRAEGER & FAUNA live
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16.04.04 Berlin, Maschinenhaus Kulturbrauerei
TARWATER // TONETRAEGER // SICKERMAN // DIRK CHRISTIAN (SCHNEIDER TM)
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Friday, May 9th 2003, "City of Bilbao" -Festival Bilbao, Spain
tonetraeger playing live at BilboRock Hall (Bilbao, Spain).
On may 9th 2003, second stage.


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14.2.2003 Gebäude 9, Köln
BARBARA MORGENSTERN, TONETRAEGER live

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5.02.2003 im Studio 672, Köln
WASSERDICHT-SCHICHT SPEZIAL.
Live-Set by TONETRAEGER. Zusammen mit DETLEV WEINRICH (Toulouse Low Track)
und "das WASSERDICHT-DJ-TEAM".
Im Studio 672, Köln. Beginn 21:00 Uhr


Vinyl "Welcome Back, Kotter" erscheint am 17.02.2003

Die drei Titel "Welcome Back. Kotter", "Charleston" & "TinkTank" aus der Debut CD erscheinen nun ENDLICH!!! als Remixes von Mayer.Thomas (Kompakt / Spex / Forever Sweet), Detlev Weinrich (Kreidler) und Stefan Schneider (Mapstation) strictly on VINYL!!!
Zusätzlich gibt es den Bonus Track "Innenstadt".

Michael Mayer ist Mitinhaber von Kompakt (Label, Laden & Vertrieb). Als DJ rockt er seit den 80ern Deutschland und die Welt, seit 1998 als Host der besten Clubnacht (nicht nur) Kölns - Total Confusion im Studio 672 zu Köln. Mit seinen Produktionen und Remixen macht MM den Kreis rund. Zusammen mit Tobias Thomas und Reinhard Vogt ist er als Forever Sweet bekannt und auch solo hat er die Körper von zig Nachtsüchtigen zum Swingen gebracht und Techno auf das ein oder andere nächste Plateau gehoben und zwar mit minimalen Fingerschnippen...

Tobias Thomas ist ebenfalls Bestandteil des Kölner "Kompakt Umfeldes". Mit seiner Elektronik Band Forever Sweet, als heißgehandelter weil chronisch brennender DJ, als Botschafter des Goethe Instituts und als Journalist im Bereich populärer bis elektronischer Musik (SPEX Redakteur seit 2000) treibt TT in drei verschieden Bereichen sein Unwesen in Köln und darüber hinaus. Als Dj kennt man ihn als facettenreichen House & Techno Spezialisten, von zart bis hart, von Disco bis Underground Resistance & Acid. Typisch Köln sozusagen.

Detlev Weinrich: Neben dem Minimal Techno Projekt "Binford" (mit Andreas Rheise) ist Toulouse Low Track, das zweite Nebenprojekt von Kreidler Mitglied Detlev Weinrich. Von House und der Kölner Schule inspirierte Tracks, mit Dub, R & B und Electro Zitaten. Klingt als hätten sich Timbaland & Thomas Brinkmann im Studio getroffen.

Stefan Schneider: Ist er bei den weltweit von Fans und Kritikern hoch geschätzte Berliner Vorzeige Elektronikern To Rococo Rot nur eine, wenn auch durch sein prägnantes, dub inspiriertes Bass Spiel stets deutlich zu vernehmende Stimme unter dreien, legt der gebürtige Düsseldorfer Stefan Schneider mit Mapstation sein ganz persönliches musikalisches Koordinatensystem offen. Schneiders Spektrum reicht von der Dub und Dance Musik der vergangenen Jahrzehnte bis zu den Clicks und Cuts des neuen Jahrtausends, souverän übersetzt in eine eigene, intime Klangsprache, die ein klares Bild ihres Urhebers zeichnet.

www.kreidler.de
www.staubgold.de
www.spinnerace.de



05.02.2003, tonetraeger im Studio 672, Köln


Live im Studio 672. Mit Courtney Philips an den Tablaas.

22.11.2002 , tonetraeger , Consum , Schwebende Welten , Duesseldorf

Im Rahmen der Ausstellung „Schwebende Welten“ des Düsseldorfer Malers Wolfgang Schaefer präsentierten uns die beiden Elektroniker Torsten Mauss und Volker Bertelmann , formiert unter dem Bandnamen Tonetraeger , ihre Interpretation der Antigravitationstheorie . Mit Hilfe eines Mpc-Samplers , eines Effektgeräts und einer Filterbank schufen sie ihre eigene kleine Welt , in der süße Nano-Melodien mit Bleeps und Clonks flirteten und analoge Blumenwiesen zum Faulsein lockten.
Ein Raunen ging durch die Menge , als sich T. Mauss seinen Pullover auszog und seine akustische Gitarre schnappte, der er mit Hilfe von Kreppband einen Pick-up aus Holz (sah wirklich so aus) angehaftet hatte . Durch das zärtliche Gezupfe an dieser Gitarre sowie einem E-bass, gespielt von Bertelmann, kam eine weitere Ebene hinzu. Sogar eine Melodica kam zum Einsatz und verlieh der Musik eine Unschuld und Wärme, die ich oft bei anderen Elektronik-Acts vermisse. In dem filigranen Gesangsstück "One Day In Another Time" beschworen die beiden eine Realität, der jungenhafte Leichtigkeit anhaftete und nach Sommerlagerfeuerabend roch .

Die insgesamt sehr verträumten und fast romantischen Melodien wirkten sehr zwanglos und improvisiert, ohne in kitschige Gleichgültigkeit abzudriften . Unter Verwendung diverser Echoschleifen schichtete Bertelmann einen Sound auf den anderen, indem er mit einem Mikrofon Geräusche wie Percussions und orale Sounds in einen Loop schickte und diese durch Filterbänke und Hallräume verfremdete. Fordernde Beats suchte man vergebens, so dass die sparsam eingesetzten 4/4-Bassdrums bedingt zum Tanzen lockten. Trotzdem wußten die beiden Düsseldorfer zu begeistern, indem sie Track für Track die Schwerkraft aufhoben und nicht in einen beliebigen Ambientsumpf absackten. Wer interessiert ist an intelligentem Minimalsound a la Wunder & Mouse on Mars sollte auf keinen Fall den nächsten Gig der beiden verpassen.

Matz Flores


28.11. 2002 im zakk, Düsseldorf


Die Soundtüftler Torsten Mauss und Volker Bertelmann, alias Tonetraeger, verlassen an diesem Abend das heimische Tonstudio. Unter Live-Bedingungen will das Elektronik-Duo beweisen, dass auch Maschinen in der Lage sind, warme und lebendige Klänge mit hohem Unterhaltungswert zu produzieren.



Ausgewogene, elektronische Musikmassage

Die beiden Musiker von "Tonetraeger" sind in Musikerkreisen keine Unbekannten. Und so liefern sie eine wohl ausgewogene, elektronische Musikmassage, die an vielen Stellen zu erstaunen weiß. Das Duo Thorsten Mauss und Volker Bertelmann (God's Favourite Dog, Nonex) hat über zwei Jahre hinweg Soundschnipsel gesammelt, die zumeist von Architekt Thorsten erstellt wurden und dann von dem songerfahrenen Volker Bertelmann zu echten Kleinoden zusammengefügt wurden. Immer wiederkehrende kleine Melodieschnipsel bieten besonders viel Spass und der Unterschied zwischen älteren Stücken und neueren fällt nicht wirklich auf.
Sicherlich kann bei dem Stück "Origami" eine deutliche Nähe zu Kraftwerk nachgesagt werden und das erste Stück auf der CD "1971" erinnert zeitweise gar an Brian Eno. Aber spätestens mit dem Titelsong "Spieleabend" wird klar, dass hier eine ganz eigene musikalische Note erzeugt wird, die nichts mit "Düsseldorfs elektronischer Tradition" oder anderen gerade vorherrschenden Strömungen gemein hat.

Andrew Uhlemann, triggerfish



Oktober 2002, Virtual Rock - (wisch)

Die Besprechung dieses Albums zwingt mich dazu, wieder einmal aus dem Redaktions-Nähkästchen zu plaudern.
Im Allgemeinen freut sich der Verfasser dieser Kolumne weder auf die neue QOTSA, noch auf Oasis oder sonstwen Bekannten. Mein Stern geht immer dann auf, wenn sich unter den Zusendungen von neuem Material aus einem vermeintlich hässlichen Frosch eine strahlend-schöne Prinzessin entpuppt, in die man sich für lange Zeit verlieben kann. Diesem Entdecker-Geist verdanke ich auch, dass man mir(!) diese, nobel verpackte CD in die Hand drückt, mit der Bitte doch einmal zu prüfen, ob's denn thematisch noch in unseren Rahmen passt. Das Ende vom Lied: Es passt nicht!
Trotzdem fühle ich mich veranlasst, auch über den Tellerrand des Heftigen und Deftigen hinaus von dieser Scheibe zu berichten. Nach der, viel zu langen Einleitung, komme ich auch sofort zur Sache, die da Toneträger heisst und wirklich mit 'e' hinter dem 'n' geschrieben wird. Hinter diesem Bandnamen verbergen sich die Musiker Torsten Mauss und Volker Bertelmann, von denen zumindest letzt Genannter längst kein Unbekannter mehr in der alternativen Düsseldorfer Kunst-Szene ist. So gehörte Bertelmann in früheren Jahren zu God's Favourite Dog und später zur seligen Nonex-Formation, die seinerzeit mit einem Cover des Nirvana-Klassikers "Smells Like Teen Spirit" für grösseres Aufhebens sorgte.
In diesem Zusammenhang muss man die Toneträger-Akteure vielleicht sehen, um zu verstehen, dass es bei "Spieleabend" nur um das Thema Elektronik-Pop geht.Nach den vorliegenden Informationen, handelt es sich bei diesem Album um ein musikalisches Memorandum, in dem die Künstler die Hör-Erlebnisse der letzten 25 Jahre auf ur-eigene Art interpretieren. Songtitel wie "Mundorgel" (kennt die noch Jemand?), "Pantau" oder "Welcome Back, Kotter" lassen dabei erkennen, dass Bertelmann und Mauss nicht mehr zu den ganz jungen Akteuren der Branche gehören.
Ansonsten wäre auch kaum vorstellbar, dass "Spieleabend" derart unspektukalär und gleichzeitig nachhaltig daher kommt.
Hier wird an keiner Stelle um einen Effekt gerungen, der entspannte Flow hat Vorfahrt und wenn man stellenweise noch dazu tanzen und träumen kann, -umso besser. Dies ist aber allenfalls ein "Abfallprodukt" eines sphärischen Hör-Erlebnisses, in dem es mehr um Stimmungen als um Stimmung geht und die Grooves eher songdienlich sind, denn als triviale "Anschieber" funktionieren. Immer wieder nisten sich wohlfällig-einfache Melodien mit hohen Sympathie-Werten unter die digitalen, nie "billigen" Arrangements und lassen die Songs bei weitem nicht als leblos-synthetische Bit-Monster verkommen.
Und ich freue mich, mit "Spieleabend" ziemlich unvermutet an eine kleine Schönheit geraten zu sein, die ihre wahren Vorzüge zwar erst beim zweiten Rendevouz preisgibt, dann aber schon etwas "für länger" ist.
(wisch)



Intro Magazin - Martin Büsser "Spieleabend"

Ein geschmackvoller Name, ein geschmackvolles Cover und äußerst geschmackvolle, fast schon geschmäcklerische Musik, die den Körper wie ein Sprudelbad umspielt. Volker Bertelmann und Torsten Mauss haben ein Debüt aufgenommen, das wohl automatisch dem Sound jener Stadt zugerechnet werden wird, aus der sie kommen - Düsseldorf. Mit Seitenblick auf Kreidler kann auch “Spieleabend” etwas ambivalent als Mischung aus Eleganz und Entspannung, Belanglosigkeit und Schönheit charakterisiert werden. Aber geht das überhaupt? Belanglos und schön zugleich? Wie anders aber sollte Elektro-Pop charakterisiert werden, der mit seinen Dub-Anleihen und Astronauten-Space-Vocals fast schon darauf hin produziert wurde, demnächst nachts zu Satellitenaufnahmen im Bayrischen Fernsehen zu laufen? Bei dieser Anhäufung von Nettigkeit und Lounge-Flair wird das Zuhören beinahe unmöglich, die Musik verpufft im Raum, bleibt ganz einfach indifferent Wohlkang. Aber, wie gesagt: Tonetraeger sind ambivalent, also am Ende doch viel zu gut für einen Verriss. Was das heißen soll? Als Tendenz geht mir eine solche Musik schon lange auf die Nerven. Kuschel-Elektronik dieser Art - mit eingestreuten, sexy hauchenden Female Vocals und dazwischengesampleten Kinderstimmen - ist im letzten Jahr nicht ohne Grund als Werbejingle gewählt worden, um das Volk möglichst sanft auf den Euro einzustimmen. Funktionalismus und Wellness-Feeling haben die Musik selbst zu ihrem Nullpunkt kommen lassen. Und doch sind Tonetraeger innerhalb dieses weit verzweigten Genres ganz weit vorne und mit ihrem Klingklang dermaßen stimmig, also wirkungsvoll entspannend, dass ich ihnen einen der ersten Plätze zuweise, momentan vielleicht sogar noch vor oder zumindest neben Kreidler ... Obwohl die ja momentan, zugegeben, in einer ganz anderen Werksphase stecken. Bleibt nur für jeden selbst zu entscheiden, ob Entspannung und Wohlklang die einzigen Kriterien sind, die an Musik gestellt werden sollten.
Autor:Martin Büsser



discover -Charsten Bäumer "Spieleabend"

Im Laufe der letzten beiden Jahre bummelten sich Tonetraeger alias Volker Bertelmann (Nonex) und Torsten Mauss in reichlich gelassener Art die Tracks für das Album "Spieleabend" zusammen. Dabei wackeln sie sich durch eine Ansammlung von Sounds und Klängen, denen man nach einem kurzen Moment nachsagen will, man sei ihnen schon begegnet. Beim Titeltrack "Spieleabend" etwa kommen starke Assoziationen zu "Forever" von Orbitals 1994er Album "Snivilisation". Dabei behalten Tonetraeger aber die Finger in der eigenen Kiste und stellen keine Remixe und Nachbauten dar, als vielmehr so etwas wie Sound-Collagen aus reinen Beschreibungen von Sounds, die den beiden in der Vergangenheit den Weg bis zu Stücken wie "1971" über "Rich In Chicken" und "Tink Tank" zu "Badstrasse" begleitet haben. Ein Elektropopspieleabend mit genügend Druck für ausreichend Unterhaltung von Ambient bis tanzbar.

Carsten Bäumer